astrologia
Tierkreis
Der Tierkreis ist das imaginäre Himmelsband, entlang dessen Sonne, Mond und Planeten scheinbar wandern, geteilt in zwölf Zeichen zu je 30°. Er ist das Fundament der westlichen Astrologie und entstand aus den babylonischen astronomischen Beobachtungen (2. Jahrtausend v. Chr.), die über Mesopotamien und Ägypten an die griechische Welt überliefert wurden.
Die zwölf Zeichen
Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Jedes Zeichen umfasst 30° des Tierkreises. Die Summe beträgt 360°. Die Reihenfolge folgt den Jahreszeiten der Nordhalbkugel: Der Widder beginnt mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche (21. März).
Tropischer und siderischer Tierkreis
Die westliche Astrologie verwendet den tropischen Tierkreis, der mit den Jahreszeiten verknüpft ist und mit dem Widder zur Frühlings-Tagundnachtgleiche beginnt. Die indische (vedische) Astrologie verwendet den siderischen Tierkreis, der an die tatsächliche Position der Sternbilder gebunden ist: Wegen der Präzession der Äquinoktien sind die beiden Systeme heute um etwa 24° versetzt. Dasselbe Geburtsdatum kann in den beiden Systemen unterschiedliche Zeichen ergeben.
FAQ
Was ist die "Präzession der Äquinoktien"?
Eine langsame Bewegung der Erde, die die scheinbare Position der Sterne gegenüber den Jahreszeiten allmählich verschiebt. Deshalb haben sich der siderische und der tropische Tierkreis voneinander entfernt.
Gibt es "dreizehn Zeichen"?
Astronomisch gibt es auch den Schlangenträger (Ophiuchus), ein vom Sonnenlauf durchquertes Sternbild. Die tropische Astrologie arbeitet mit zwölf Zeichen zu je 30°, nicht mit den realen Sternbildern.
Welche Zeichen passen am besten zusammen?
In der klassischen Theorie: Zeichen desselben Elements (Triplizität) oder komplementärer Elemente (Feuer-Luft, Erde-Wasser). In der Praxis zählen vor allem Kommunikation und Respekt.