TsTarotsi

oracoli

Theosophie

Die Theosophie (vom griechischen theos "Gott" und sophia "Weisheit") ist eine moderne esoterische Strömung, die 1875 in New York von Helena Petrovna Blavatsky (1831-1891), Henry Steel Olcott und William Quan Judge mit der Theosophischen Gesellschaft gegründet wurde. Sie behauptet die Existenz einer allen großen Religionen und esoterischen Traditionen gemeinsamen "uralten Weisheit".

Lehre

Die Theosophie lehrt: Einheit aller Religionen in ihrer tiefen Wurzel, Existenz von "Meistern", die okkulte Weisheit hüten, Reinkarnation und Karma als kosmisches Gesetz, spirituelle Evolution der Seele durch aufeinanderfolgende Leben, Existenz subtiler Ebenen jenseits der physischen (etherisch, astral, mental, kausal). Die grundlegenden Werke Blavatskys sind "Isis entschleiert" (1877) und "Die Geheimlehre" (1888).

Einfluss

Die Theosophie hat die esoterische Kultur des 20. Jahrhunderts tief beeinflusst. Aus ihr verzweigten sich Rudolf Steiners Anthroposophie, die Krishnamurti-Bewegung (von der Theosophie als "Weltlehrer" aufgezogen, später losgesagt) und das zeitgenössische New Age. Begriffe wie "Aura", "Chakren im Westen", "Akasha-Chronik", "siebte Wurzelrasse" sind über die Theosophie in die populäre Spiritualität gelangt.

FAQ

Ist sie eine Religion?

Sie versteht sich als "Synthese aus Religion, Wissenschaft und Philosophie". Technisch ist sie eher eine spirituell-esoterische Bewegung als eine konfessionelle Religion.

Ist sie mit Satanismus verbunden?

Nein. Einige Aussagen Blavatskys über die "wahre Natur Luzifers" (Lichtbringer) wurden instrumentalisiert; die Theosophie ist nicht satanistisch.

Existiert sie noch?

Ja. Die Theosophische Gesellschaft ist weiterhin aktiv, mit internationalem Hauptsitz in Adyar in Indien und Niederlassungen in vielen Ländern. Mehrere abgeleitete Gruppen führen die Tradition fort.