TsTarotsi

test

Reinkarnation

Die Reinkarnation ist die Lehre, nach der die Seele nach dem Tod des Körpers in einem neuen Körper wiedergeboren wird. Sie steht im Zentrum der indischen Philosophien (Hinduismus, Buddhismus, Jainismus, Sikhismus), des Platonismus, des altgriechischen Orphismus, der Theosophie des 20. Jahrhunderts und vieler zeitgenössischer Spiritualitäten. Von den Mainstream-Buchreligionen (Judentum, Christentum, Islam) wird sie abgelehnt.

Indische Traditionen

In den indischen Philosophien wird die Reinkarnation (Samsara) vom Gesetz des Karma bestimmt: Die Handlungen eines Lebens beeinflussen die Qualität des nächsten. Die Befreiung (Moksha im Hinduismus, Nirvana im Buddhismus) besteht darin, aus dem Kreislauf auszutreten. Der Buddhismus unterscheidet zwischen "Wiedergeburt" (Kontinuität geistiger Ströme) und "Reinkarnation" (Übergang einer substanziellen Seele): Technisch spricht er von Wiedergeburt, nicht von klassischer Reinkarnation.

Westliche Tradition

Pythagoras, Platon und die Orphiker glaubten an Lebenszyklen. Die Theosophie des 19. Jahrhunderts (Blavatsky) und Steiners Anthroposophie haben die Reinkarnation in die moderne westliche Esoterik zurückgeführt. Einige zeitgenössische christliche Theologen (Origenes in der Antike, manche gnostische Strömungen) schlugen reinkarnationistische Deutungen vor; sie bleiben jedoch Minderheitenpositionen.

FAQ

Ist sie bewiesen?

Nein. Sie bleibt ein philosophisch-religiöser Rahmen, der von einigen Traditionen aufgenommen wird. Angebliche "Regressionen" liefern keine überprüfbaren Daten.

Buddhismus und Reinkarnation?

Technisch spricht der Buddhismus von "Wiedergeburt" (Kontinuität von Strömen), nicht von Reinkarnation einer substanziellen Seele (ein Konzept, das die Anatta-Lehre ablehnt).

Ist sie mit dem Christentum vereinbar?

Die christlichen Mainstream-Kirchen lehnen sie ab. Es gibt christliche Denker, die sie annehmen, doch sind dies Minderheitenpositionen.