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Nekromantie

Die Nekromantie, vom griechischen nekros "tot" und manteia "Wahrsagung", ist die magische Praxis, die Toten zu befragen, um Auskunft über die Zukunft oder über verborgene Dinge zu erhalten. Sie ist in vielen alten Kulturen belegt (Mesopotamien, Griechenland, Rom, christliches Mittelalter) und typischerweise mit nächtlichen Ritualen und Schwellenorten (Friedhöfen, Wegkreuzungen) verbunden.

Antike und mittelalterliche Tradition

Im Alten Testament (1. Samuel 28) konsultiert König Saul die "Hexe von Endor", die den Geist des Propheten Samuel beschwört. In der Odyssee beschwört Odysseus Teiresias im Reich der Toten. In der mittelalterlichen Welt galt die Nekromantie als die Schwarze Magie schlechthin und wurde von der Inquisition streng verfolgt. Sie wurde auch von einigen Geistlichen und Gelehrten ausgeübt (die sogenannte "klerikale Magie").

Heutige Stellung

Heute wird der Begriff eher als allgemeines Synonym für "dunkle Magie" verwendet als zur Bezeichnung einer kodifizierten Praxis. Im technischen Sinn verlangt die traditionelle Nekromantie komplexe, in den Grimoires beschriebene Rituale. Spiritismus und Medialität sind verwandte moderne Praktiken, jedoch mit einem anderen philosophischen Rahmen (tröstend statt operativ).

FAQ

Ist sie legal?

In Italien gibt es keinen Tatbestand der "Nekromantie". Betrug und der Missbrauch der Leichtgläubigkeit sind jedoch strafbar.

Ist sie gefährlich?

Im magischen Sinn gilt sie nach den esoterischen Traditionen selbst als riskante Praxis. Im praktischen Sinn sind die damit verbundenen Betrügereien das eigentliche Hauptrisiko.

Unterschied zum Spiritismus?

Die traditionelle Nekromantie ist operative Magie mit oft dunklen Zwecken. Der moderne Spiritismus (Kardec) versteht sich als wohlwollender Dialog mit Geistern, um zu trösten und zu erleuchten.