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Metempsychose
Die Metempsychose (vom griechischen meta "über hinaus" und empsychosis "Beseelung") ist die Lehre, wonach die Seele nach dem Tod des Körpers in einen anderen Körper (menschlich, tierisch oder pflanzlich) übergeht. Sie ist praktisch gleichbedeutend mit "Seelenwanderung" und besitzt Traditionen in der griechischen Antike (Pythagoras, Orphismus, Platonismus) und in den indischen Philosophien.
Traditionen
Im antiken Griechenland ist die Metempsychose zentral im Orphismus und Pythagoreismus: Die Seele ist im Körper gefangen und sucht durch aufeinanderfolgende Leben die Befreiung. In Indien ist sie als "Samsara" Teil von Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Pythagoras erinnerte sich der Überlieferung nach an seine früheren Leben. Die Lehre wird von den Schriftreligionen (Judentum, Christentum, Mainstream-Islam) abgelehnt.
Unterschied zur Reinkarnation
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Streng genommen impliziert "Metempsychose", dass die Seele auch in tierische oder pflanzliche Körper übergehen kann; "Reinkarnation" ist eher mit der Seelenwanderung nur in andere menschliche Körper verbunden. In den indischen Traditionen ist der Übergang in tierische Körper tatsächlich vorgesehen.
FAQ
Ist sie bewiesen?
Nein. Sie bleibt ein philosophisch-religiöser Rahmen, der von einigen Traditionen angenommen und von anderen abgelehnt wird.
Glaubte Pythagoras daran?
Nach antiker Überlieferung ja. Er behauptete, sich an mehrere frühere Leben zu erinnern, darunter das eines trojanischen Soldaten.
Worin unterscheidet sie sich vom Karma?
Das Karma ist das kausale Gesetz (Handlung-Folge); die Metempsychose ist der Mechanismus (Übergang der Seele von einem Körper zum anderen). Sie sind verbundene, aber unterschiedliche Begriffe.