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Medialitaet
Die Medialität ist in der spiritistischen Tradition die behauptete Fähigkeit eines Mediums, mit nichtphysischen Wesenheiten (Geister Verstorbener, Führer, Engel) zu kommunizieren. Sie umfasst verschiedene Formen: Inkorporation (der Geist "spricht" durch das Medium), Tonbandstimmen (auf Band aufgezeichnete Stimmen), automatisches Schreiben, Channeling.
Geschichte
Der Spiritismus entsteht 1848 in den Vereinigten Staaten mit den Fox-Schwestern aus Hydesville. Er verbreitet sich rasch in Europa. In Frankreich systematisiert ihn Allan Kardec (1804-1869) im "Buch der Geister" (1857). In Brasilien wird er zur organisierten Religion (Kardecismus) mit großer nationaler Präsenz. In den Vereinigten Staaten setzt er sich als "spiritualism" in spiritualistischen Kirchen fort.
Stand der Praxis
Wissenschaftliche Untersuchungen von Medien, die öffentlich auftreten, haben in vielen Fällen Techniken des "Cold Reading" (Sammeln von Informationen aus den Reaktionen des Konsultanten) und "Hot Reading" (vor der Sitzung gesammelte Informationen) aufgedeckt. Die Medialität ist von der wissenschaftlichen Gemeinschaft nicht als bestätigtes Phänomen anerkannt.
FAQ
Gibt es echte Medien?
Es ist eine Glaubensfrage. Wissenschaftliche Überprüfungen haben mediale Phänomene nicht nachgewiesen. Der vom Konsultanten empfundene Wert ist subjektiv.
Ist sie gefährlich?
Aus psychologischer Sicht kann sie die Trauer verlängern, statt zu helfen, sie zu verarbeiten, und Abhängigkeit erzeugen. Hüte dich vor Medien, die hohe Beträge verlangen.
Ist sie eine Religion?
Im brasilianischen Kardecismus ja. Im angelsächsischen Spiritualismus ist sie eine Kirche. In Italien ist sie überwiegend eine private und vielfältige Praxis.