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Makrokosmos

Makrokosmos (vom griechischen macros "groß" und kosmos "geordnetes Universum") ist in den westlichen philosophischen und esoterischen Traditionen das Universum in seiner Gesamtheit, betrachtet in analoger Entsprechung zum Mikrokosmos (dem Menschen). Das Prinzip "wie oben, so unten" (Tabula Smaragdina) verbindet die beiden Ebenen.

Ursprung des Begriffs

Die Vorstellung, der Mensch sei ein "kleines Universum", entsteht in der antiken griechischen Philosophie (Platon, Stoiker), geht in die hermetischen Texte der hellenistischen Zeit über und wird zum Grundprinzip der Alchemie, Astrologie und Kabbala. In der Anthropologie der Renaissance (Marsilio Ficino, Paracelsus, Cornelius Agrippa) entspricht jeder Teil des menschlichen Körpers einem Planeten, einem Metall, einem Stein, einer Farbe.

Heutiges Erbe

In der zeitgenössischen Wissenschaft ist das Prinzip nicht mehr handlungsleitend: Die Ebenen (Zellen, Individuen, Ökosysteme, Kosmos) werden mit eigenen Methoden untersucht. Es bleibt eine kraftvolle Metapher in der analytischen Psychologie (Jung: das Selbst als "imago dei", Bild des Ganzen im Kleinen) und in den östlichen Meditationspraktiken (Atman-Brahman im Hinduismus: das individuelle Selbst ist gleich der universellen Wirklichkeit).

FAQ

Sind Makrokosmos und Mikrokosmos gleich?

Sie sind analog: Dieselbe Struktur manifestiert sich auf verschiedenen Skalen. Es handelt sich nicht um wörtliche Identität.

Ist es ein wissenschaftliches Konzept?

Nein. Es ist ein philosophisches und esoterisches Prinzip. Die Wissenschaft zieht es vor, getrennte Skalen (Mikrobiologie, Astrophysik) mit eigenen Methoden zu erforschen.

Wie wird es auf die Astrologie angewandt?

Die Astrologie geht von der Vorstellung aus, dass die Stellungen der Planeten (Makrokosmos) eine symbolische Entsprechung in der menschlichen Psyche (Mikrokosmos) haben.