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Magie
Die Magie (vom lateinischen magia, vom griechischen mageia, abgeleitet von den persischen Magoi, zoroastrischen Priestern) ist die Praxis, die darauf zielt, die materielle Welt durch Rituale, Worte oder symbolische Handlungen zu beeinflussen, gestützt auf Entsprechungen und Sympathien zwischen Wesen und Dingen. Die Geschichte der Magie ist Gegenstand anthropologischer und historischer Forschung (Frazer, Mauss, Yates).
Natürliche, zeremonielle und volkstümliche Magie
Natürliche Magie: stützt sich auf die verborgenen Eigenschaften der Natur (Steine, Kräuter, Signaturen). Zeremonielle Magie: verwendet komplexe Rituale, Siegel, Anrufungen (Crowley, Golden Dawn). Volksmagie: umfasst Amulette, Talismane, Formeln gegen den bösen Blick, Heilpraktiken von Landfrauen. Es sind eigenständige, doch miteinander kommunizierende Traditionen.
Stand der Praxis
Die operative Magie, verstanden als Technik zur Veränderung der physischen Welt, hat keine wissenschaftliche Bestätigung. Ihr anthropologischer und psychologischer Wert ist gut dokumentiert: Magische Rituale erzeugen reale Wirkungen auf den Praktizierenden (Ruhe, Fokus, Gefühl der Kontrolle) und auf die Gemeinschaften, die sie teilen. Der Unterschied zwischen Magie, Religion und Ritualpsychologie ist oft fließender, als es scheint.
FAQ
Funktioniert die Magie?
Auf die äußere physische Welt nicht in nachprüfbarer Weise. Auf die innere psychische Welt kann sie reale Wirkungen von Motivation, Selbstkontrolle und Trost haben.
Ist sie gefährlich?
In der Regel nein, sofern man sie nicht in einem Zustand psychischer Verwundbarkeit zu "ernst" nimmt. Hüte dich vor jenen, die gegen Bezahlung garantierte Ergebnisse versprechen.
Ist sie eine Religion?
Historisch werden Magie und Religion von Émile Durkheim unterschieden, doch die Unterscheidung ist fließend. Viele Religionen enthalten magische Praktiken; viele Magier verstehen sich als religiös.