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Lenormand

Das Lenormand-Deck ist ein kartomantisches System des 19. Jahrhunderts, bestehend aus 36 sehr konkreten Karten, jede mit einem genauen Motiv (der Brief, das Herz, der Schlüssel, das Schiff, der Garten). Es trägt den Namen von Marie Anne Lenormand (1772-1843), einer Pariser Kartenlegerin, die in der napoleonischen Zeit berühmt war.

Zusammensetzung

Sechsunddreißig Karten mit den Nummern 1 bis 36, jede mit einem Motiv: Reiter, Klee, Schiff, Haus, Baum, Wolken, Schlange, Sarg, Blumen, Sense, Peitsche, Vögel, Kind, Fuchs, Bär, Sterne, Storch, Hund, Turm, Garten, Berg, Weg, Mäuse, Herz, Ring, Buch, Brief, Mann, Frau, Lilien, Sonne, Mond, Schlüssel, Fische, Anker, Kreuz.

Lesestil

Das Lenormand wird vor allem in Kombinationen gelesen: Jede einzeln genommene Karte ist beschreibend (Brief = Nachricht, Schiff = Reise), doch der eigentliche Sinn entsteht durch die Verbindung von zwei, drei oder neun Karten. Die umfangreichste Legung ist das Grand Tableau, das alle 36 Karten in einem Raster von 8x4+4 auf den Tisch legt.

FAQ

Wie viele Karten hat es?

Sechsunddreißig in der Version "Petit Lenormand". Historisch existieren Decks mit 54 Karten (Grand Lenormand), die jedoch viel seltener sind.

Hat Marie Anne Lenormand das Deck geschaffen?

Nein, das Deck wurde nach ihrem Tod veröffentlicht und ist von ihrem Ruhm inspiriert. Es beruht auf einem deutschen Gesellschaftsspiel von 1799 namens "Spiel der Hoffnung".

Unterschied zu den Tarotkarten?

Tarot hat 78 Karten (22 Große und 56 Kleine Arkana) und spricht in Archetypen. Das Lenormand hat 36 konkrete Karten und spricht in alltäglichen Motiven.