numerologia
Karma
Karma (vom Sanskrit-Wort für "Handlung") ist das zentrale Prinzip der indischen Philosophie von Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und Sikhismus. Es bezeichnet das Gesetz, nach dem jede Handlung Folgen in der Gegenwart und in künftigen Leben hervorbringt. In erweitertem Sinn wird es im westlichen Sprachgebrauch verwendet, um zu bezeichnen "was man erntet, was man gesät hat".
Indische Tradition
Im klassischen Hinduismus wirkt das Karma durch einen Kreislauf von Reinkarnationen (Samsara): Die Handlungen eines Lebens beeinflussen die Qualität des nächsten. Die Befreiung (Moksha) besteht im Verlassen des Kreislaufs. Im Buddhismus liegt der Akzent auf der Intention, die die Handlung bewegt, mehr als auf der Handlung selbst. Der Jainismus hat eine sehr strenge Sicht des Karma als "Staub", der an der Seele haftet.
Heutiger Gebrauch
In der westlichen Alltagssprache wird "Karma" als "Schicksal", "Belohnung oder Strafe" gebraucht. Es ist ein vereinfachter Gebrauch, der der philosophischen Komplexität des Originals nicht entspricht. In der Numerologie verweisen die "karmischen Zahlen" (13, 14, 16, 19) auf symbolische Lektionen, die zu integrieren sind.
FAQ
Ist es nur vergeltend?
Im populären Sinne ja. Im philosophischen Sinn ist es komplexer: Der Buddhismus betont die Intention, nicht die bloße "Verrechnung" der Taten.
Kann ich das Karma "reinigen"?
Die indischen Traditionen schlagen Praktiken vor (Yoga, Meditation, Ritual, Großzügigkeit, Erkenntnis), um negative karmische Wirkungen zu mindern und positive zu kultivieren.
Ist es wissenschaftlich bewiesen?
Nein. Es ist ein philosophisch-religiöses Konzept, kein physikalisches Gesetz. Sein Nutzen ist ethisch und psychologisch.