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Kabbala

Die Kabbala (auf Hebräisch קַבָּלָה, qabbalah, "Empfangen, Überlieferung") ist die mittelalterliche jüdische mystische und esoterische Lehre. Sie entstand zwischen dem 12. und 13. Jahrhundert in der Provence und in Spanien und wurde im "Sohar" (Buch des Glanzes, Ende 13. Jahrhundert, Moses de León zugeschrieben) systematisiert. Sie lehrt, dass die Tora verborgene Bedeutungsebenen besitzt, die durch tiefe Auslegungen erfasst werden können.

Hauptelemente

Baum des Lebens (Etz Chaim): Graph aus 10 Sephiroth und 22 Pfaden. Zehn Sephiroth: göttliche Emanationen, durch die Gott sich im Kosmos manifestiert (Keter, Hokhmah, Binah, Hesed, Geburah, Tiferet, Netzach, Hod, Yesod, Malkuth). Vier Welten: Wirklichkeitsebenen (Atziluth, Briah, Yetzirah, Assiah). Gematrie: numerische Lesung heiliger Worte. Meditationspraktiken: Atem, Rezitation heiliger Namen (Moses Cordovero, Abraham Abulafia).

Christliche und okkulte Kabbala

In der Renaissance wurde die Kabbala von christlichen Denkern (Pico della Mirandola, Reuchlin) aufgenommen, die sie mit der entstehenden Hermetik verbanden. Später ging sie in den französischen und englischen Okkultismus über (Eliphas Lévi, Golden Dawn) als "okkulte Kabbala", oft weit von der ursprünglichen jüdischen Tradition entfernt. Sie muss von der heute in orthodoxen und chassidischen Gemeinden praktizierten jüdischen Kabbala unterschieden werden.

FAQ

Unterschied zwischen jüdischer und okkulter Kabbala?

Die jüdische ist Teil der religiösen Tradition Israels. Die okkulte ist eine westliche esoterische Umarbeitung, oft weit von der jüdischen Praxis entfernt.

Praktiziert Madonna Kabbala?

Madonna und andere Prominente haben das Kabbalah Centre besucht, eine zeitgenössische amerikanische Gruppe um Philip Berg. Es gilt als populäre und von den meisten traditionellen rabbinischen Schulen umstrittene Version.

Kann ich sie lernen, ohne jüdisch zu sein?

Orthodoxe jüdische Schulen behalten das Studium der Kabbala ausgebildeten erwachsenen jüdischen Männern vor. Die okkulten Schulen stehen allen offen, jedoch mit unterschiedlichen Traditionen.