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Esoterik

Die Esoterik (vom griechischen esoterikos "innerlich") ist die Gesamtheit von Lehren und Praktiken, die sich als "innere" oder vorbehaltene Erkenntnisse verstehen, im Gegensatz zum "Exoterischen" (äusserlich, allen zugänglich). Sie umfasst Traditionen wie Hermetik, Kabbala, Alchemie, Astrologie, Theosophie, Ritualmagie, Rosenkreuzertum.

Akademische Forschung

Die "westliche Esoterik" ist heute ein anerkanntes akademisches Feld: Lehrstühle an der Sorbonne (Antoine Faivre, Wouter Hanegraaff), systematische Forschung zu ihrer historischen Entwicklung von der Renaissance (Ficino, Pico della Mirandola) bis zum 20. Jahrhundert (Steiner, Gurdjieff, Crowley). Sie ist von Esoterik als kommerzieller oder populärer Praxis zu unterscheiden.

Merkmale

Antoine Faivre hat sechs Merkmale der westlichen Esoterik bestimmt: Entsprechung von Mikrokosmos und Makrokosmos, lebendige Natur, aktive Imagination, Transmutation, Praxis der Konkordanz zwischen Traditionen, initiatische Übertragung. Es sind historische Klassifikationskriterien, keine Glaubensbekenntnisse.

FAQ

Bedeutet esoterisch geheim?

Ursprünglich ja, im Sinne von "innerhalb" einer eingeweihten Gruppe. Heute bedeutet es umgangssprachlich "unkonventionell", oft kommerziell gefärbt.

Ist es eine Religion?

Esoterik und Religion sind oft verflochten, doch begrifflich verschieden. Esoterik ist eine Weise, das Heilige zu deuten, keine geschlossene Religionsinstitution.

Ist sie mit der Wissenschaft vereinbar?

Historisch geht die Esoterik der modernen Trennung von Wissenschaft und Magie voraus. Heute werden ihre Praktiken in den Geisteswissenschaften untersucht, nicht empirisch geprüft.