numerologia
Enneagramm
Das Enneagramm (vom Griechischen ennea "neun" und gramma "Figur") ist ein Persönlichkeitsmodell mit neun Typen, dargestellt auf einer geometrischen Figur aus Kreis und eingeschriebenem Sechseck. Es wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von Oscar Ichazo und Claudio Naranjo popularisiert, inspiriert von östlichen mystischen Traditionen (Sufismus, Gurdjieff) und eigenen Synthesen.
Die neun Typen
1 Reformer (Perfektionist), 2 Helfer (Schenkender), 3 Performer (Erfolgreicher), 4 Romantiker (Individualist), 5 Forscher (Beobachter), 6 Loyalist (Skeptiker), 7 Enthusiast (Epikureer), 8 Herausforderer (Anführer), 9 Friedensstifter. Jeder Typ hat Grundqualitäten, tiefe Motivation, Kernangst und "Flügel" (die benachbarten Typen, die ihn beeinflussen).
Stand des Modells
Das Enneagramm wird in Coaching, Weiterbildung und persönlicher Entwicklung genutzt. Die akademische Psychologie hat es als psychometrischen Test nicht validiert (der RHETI zählt nicht zu den Standardinstrumenten). Es bleibt ein nützliches Werkzeug zur Selbsterforschung, nicht zu verwechseln mit klinischer Diagnose.
FAQ
Unterschied zum MBTI?
Der MBTI (Myers-Briggs) klassifiziert in 16 Typen auf Basis von vier Dichotomien. Das Enneagramm klassifiziert in 9 Typen auf Basis tiefer Motivation. Modelle mit unterschiedlicher Logik.
Ist es wissenschaftlich?
Nicht im starken Sinne. Es ist ein Modell zur Selbsterforschung, hilfreich als Anregung, aber nicht als psychometrischer Test validiert.
Kann ich den Typ ändern?
Nach dem Enneagramm bleibt der Grundtyp fest, aber das "Gesundheitsniveau" des Typs verbessert sich (oder verschlechtert sich) mit Bewusstheit und persönlicher Arbeit.