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Ektoplasma

Das Ektoplasma ist in der spiritistischen Tradition des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts eine vermutete halbmaterielle Substanz, die aus dem Körper von Medien während der Sitzungen austreten soll und Formen von Gesichtern, Händen oder ganzen Geistergestalten annimmt. Der Begriff wurde vom französischen Physiologen Charles Richet (Nobelpreis 1913) in den 1890er-Jahren geprägt.

Sitzungen und Fotografien

Zwischen 1880 und 1930 erzeugten zahlreiche Medien (Eusapia Palladino, Marthe Béraud genannt Eva C., Hélène Smith) "ektoplasmatische" Phänomene in Sitzungen, die von Forschern fotografiert wurden. Spätere Untersuchungen zeigten in vielen Fällen Betrug (Gaze, gekaute und wieder ausgespuckte Stoffe). Houdini und James Randi führten Kampagnen gegen ektoplasmatische Medien.

Kulturelles Erbe

Auch wenn wissenschaftlich diskreditiert, ist das Ektoplasma über Film (Ghostbusters, 1984), Theater und phantastische Literatur in die Populärkultur eingegangen. Es dient oft als Metapher für "das, was aus dem Unsichtbaren in sinnlicher Form heraustritt".

FAQ

Wurde es je wissenschaftlich nachgewiesen?

Nein. In kontrollierten Fällen des 19. und 20. Jahrhunderts wurde mehrfach nachgewiesen, dass es durch Betrug erzeugt wurde.

Ist es dasselbe wie ein Gespenst?

Es sind unterschiedliche Begriffe. Das Gespenst ist die Erscheinung eines Verstorbenen, das Ektoplasma die Substanz, die ihn manifestieren würde.

Gibt es heute noch ektoplasmatische Medien?

Sie sind heute sehr selten. Die heutige Paranormalkultur bevorzugt andere Formen der Medialität (Channeling, automatisches Schreiben, Hypnose).