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Einweihung

Die Initiation ist der Übergangsritus, durch den ein Mensch in eine heilige Gemeinschaft, in ein Handwerk, in eine Lebensphase oder in einen Grad eines esoterischen Wegs eintritt. Anthropologisch erforscht von Arnold van Gennep (Les rites de passage, 1909) und Mircea Eliade (Naissances mystiques, 1959), ist sie ein kulturelles Universal.

Die drei Phasen

Van Gennep identifizierte drei typische Phasen: Trennung (die Person wird vom bisherigen Leben gelöst), Liminalität (Schwellenphase: man ist nicht mehr, was man war, und noch nicht, was man werden wird), Eingliederung (Eintritt in den neuen Zustand). Sie finden sich in Jugendinitiationen (jüdische Bar Mitzwa, christliche Firmung, Stammesriten), in beruflichen und esoterischen Initiationen.

Esoterische Initiation

In den westlichen esoterischen Traditionen (Freimaurerei, Golden Dawn, OTO, Rosenkreuzertum) ist die Initiation eine rituelle Aufnahmezeremonie in einen Grad. Sie umfasst Eid, spezifische Symbole und Wissensübertragung. Sie ist von der "inneren" oder spirituellen Initiation zu unterscheiden, einem psychisch-spirituellen Prozess, der nicht auf einen Ritus reduzierbar ist.

FAQ

Ist es eine religiöse Praxis?

Historisch ja, fast immer mit dem Heiligen verbunden. Es gibt auch säkulare Initiationen (Diplom, Hochzeit, Berufseintritt).

Kann man sich "selbst initiieren"?

In einigen esoterischen Traditionen ja, auch wenn die gemeinschaftliche Übertragung von den meisten Schulen als wesentlich gilt.

Sind esoterische Initiationen gefährlich?

Es hängt vom Kontext ab. Suche Gruppen mit Transparenz, anerkannter Struktur und ohne unverhältnismässige Geldforderungen oder bindende Verpflichtungen.