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Aeromantie
Die Aeromantie ist die Wahrsagepraxis, die atmosphärische Phänomene beobachtet, um Vorzeichen daraus abzuleiten: Richtung und Stärke des Windes, Wolkenbildung, Verhalten meteorologischer Phänomene. Sie war in vielen alten Kulturen verbreitet, von den Babyloniern bis zu den Römern.
Was beobachtet wurde
Wolken in Form von Tieren oder Gegenständen, Blitze (Gegenstand der "Keraunoskopie" bei den Römern), Regenbögen (Zeichen des Versprechens), Wind aus einer bestimmten Richtung (günstig oder ungünstig). In der griechischen Tradition deuteten die Priester des Zeus in Dodona das Rauschen des Windes in den heiligen Eichen.
Spezifische Varianten
Die Aeromantie hat Unterkategorien: Keraunoskopie (Blitze), Austromantie (Winde), Nephelomantie (Wolken), Brontoskopie (Donner). Die Praxis war spezialisierten Priestern anvertraut: Die römischen "augures" beobachteten den Vogelflug, um Zeichen Jupiters zu lesen.
FAQ
Wird sie noch praktiziert?
Sie überlebt in volkstümlichen Formen des Lesens von Wolken oder Wind, vor allem im Bereich der Amateur-Wahrsagerei. Sie ist nicht als Wissenschaft kodifiziert.
Ist das Meteorologie?
Nein. Die Meteorologie ist die Wissenschaft der Atmosphäre. Die Aeromantie schreibt denselben Phänomenen symbolische Bedeutungen zu.
Haben die Römer sie praktiziert?
Ja, durch die Auguren, die Blitze, Vogelflüge und Himmelsphänomene vor öffentlichen oder militärischen Entscheidungen beobachteten.